Landestypisches Essen auf Mallorca ist ganz anders

Die überfüllten Strände und Hotels rund um Palma auf Mallorca sind eine wahre Urlaubsmaschine und ein Dorado für alle Vergnügungssüchtigen. Das gilt auch in puncto Essen: In Klubs und den zahlreichen randvoll mit Touristen besetzten Restaurants bleiben kaum Wünsche offen, und für Menschen mit sehr viel Heimweh wird auch sehr viel deutsche Küche angeboten.


Ganz anders hingegen geht es jenen, die die typische mallorquinische Küche kennenlernen wollen. Um die zu finden, muss man sich auf seinen Mallorca Reisen abseits vom Touristenrummel an den Stränden in das mallorquinische Binnenland, in die kleinen, abgeschiedenen Bergdörfer und in die verschlafenen kleinen Ortschaften wagen, ein Mallorca Ferienhaus (www.auf-nach-mallorca.info/ferienhaus-finca-mallorca.php) mieten und oft lange holprige Wege in Kauf nehmen. Dafür wird man aber auch mit herzlicher Gastfreundschaft und einzigartigen kulinarischen Erlebnissen bedacht. Fast jeder, der das tut, wird dabei mit ganz eigenen Erfahrungen wiederkehren - so etwas wie die typische „mallorquinische“ Küche gibt es nämlich nicht. Rezepte wurden über Jahrhunderte innerhalb der Familien mündlich weitergegeben, verändert, erweitert und nur sehr selten aufgeschrieben. Daraus ist eine Vielzahl von unterschiedlichen Gerichten entstanden, und das gleiche Gericht gibt es oft in einer Vielzahl von Variationen - je nachdem wer es zubereitet. Einzig und allein das Olivenöl findet in allen Küchen und bei so gut wie allen Gerichten großzügig Verwendung, es ist ein landestypisches Zeichen mallorquinischer Küche.

Die berühmten „Tortillas“ sind das ebenfalls - bei denen gibt es allerdings ungefähr ebenso viele Zubereitungsarten und Füllungen, wie es Küchen in Mallorca gibt. Ähnliches gilt für die „Escudella“, eine Art Gemüseeintopf und für die „Tumbet“, eine Gemüsepfanne, die meistens aus Sommergemüse zubereitet wird. Die „Sopa Mallorquina“, die mallorquinische Suppe, wird aus Brot und Gemüse hergestellt, sie kann man in vielen unterschiedlichen Variationen mit unzähligen anderen Zutaten fast überall bekommen, ebenso wie die Paella - die allerdings in Mallorca mancherorts beträchtliche Unterschiede zur spanischen Variante aufweisen kann.Zusätzlich zu den vielen Gemüsegerichten wird - vor allem bei Festen - oft ein Spanferkel gebraten, und neben Schweinefleisch nehmen auch Kaninchen und Truthahn in der traditionellen Küche der Insel einen wichtigen Rang ein. Die auch bei uns gut bekannte Sangria fehlt bei keinem Fest, ebenso wie der „Cremadillo“, der traditionelle mallorquinische Punsch. Den Espresso versetzt man auf Mallorca mit einem kräftigen Schuss Cognac und nennt ihn dann „Caragillo“. Das sorgt für gute Laune.
So ein Ausflug ins mallorquinische Hinterland und zu den typischen, einheimischen Gerichten der Insel ist also in jedem Fall ein besonderes Erlebnis - und ein besonders freundliches meist noch dazu.